Die Wissenschaftssoziologie beschäftigt sich mit den sozialen Aspekten von Wissenschaft und Wissenschaftsentwicklung. Dabei geht es insbesondere um die Wechselswirkung zwischen Wissenschaft und gesellschaftlichen Bereichen wie der Ökonomie oder Politik. Die kommunikative Ebene ist ebenfalls relevant. Konkret gelten etwa Bundesforschungsanstalten gemäß einer Untersuchung des Wissenschaftsrates vom 30. Januar 2004 als zu verschlossen gegenüber der allgemeinen Forschungsgemeinschaft, womit dann keine ausreichende Qualitätskontrolle erfolgen kann, wohl aber Verkrustungen enstehen können. Daraufhin reagiert wiederum die Politik z. B. in Gestalt der oppositionellen FDP-Bundestagsfraktion (wie am 13. Februar 2004 geschehen), indem sie einen Bericht der Bundesregierung zur Ressortforschung beantragt - mit dem Ziel, eine interne und externe Evaluation der Bundesforschungsanstalten zu erreichen. (V. Kempf)