Kommunikation findet in Medien statt. Je nach Medium sind die Kommunikationsmöglichkeiten unterschiedlich und die Stellung der Kommunikanten in ihr auch. Die Art des Mediums bestimmt die Art der Kommunikation, die etwa im Falle des Buchdrucks eine andere ist als beim Fernsehen. Darüber hinaus ist es bedeutend, wer Medienprodukte macht. Auch Journalisten haben mehrheitlich Präferenzen, laut Umfragen eher linksorientierte, so daß das Verhältnis von “Stasi und Westmedien” (Hubertus Knabe) ein besonderes war. Wie und in welche Richtung wirken Medien disziplinierend im Sinne einer “Schweigespirale” (Noelle-Neumann)? Und wie wirken ökonomische Interessen etwa der Anzeigenkunden auf die Medienmacher zurück? Sind nicht nur Wirtschaft und Politik, sondern auch Medienmacher und Politiker bis an die Grenzen der Klüngelei miteinander verquickt? Solche und ähnlich spannende Fragen können Medienkritiker und Mediensoziologen beschäftigen. Klassiker der Medienkritik sind Günther Anders und Neil Postman. (V. Kempf, 10/2004)