Die Kultursoziologie hat allgemein Hochkulturen zum Gegenstand. Dabei ist der Begriff Kultursoziologie von Alfred Weber eingeführt worden, der mit ihm allein den Gegenstandsbereich des geistigen, künstlerischen, wissenschaftlichen und religiösen Lebens bezeichnet und von der technischen Zivilisation abgrenzt. Klassiker der Kultursoziologie sind Alfred Webers älterer Bruder Max Weber und Georg Simmel, obgleich sie diesen Begriff noch nicht eigens benutzt haben.
Im Sinne einer Teildisziplin der allgemeinen Soziologie hat Kultursoziologie vor allem kulturelle Faktoren zur Erklärung von gesellschaftlichen Phänomenen herauszuarbeiten. Der Begriff Kultur ist dabei, wie im englischsprachigen Raum üblich, von dem der Natur abgegrenzt. (V. Kempf)