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Soziologische Seiten
von Volker Kempf

Formale Soziologie

Gesellschaft in ihrem sich realisierenden Leben bedeutet, daß die Einzelnen vermöge gegenseitig ausgeübter Beeinflussung und Bestimmung verknüpft sind. Hierbei handelt es sich um Vergesellschaftung. Damit sind Wechselwirkungen der die Gesellschaft bildenden Elemente gemeint. Diese Wechselwirkungen bewirken, daß aus den individuellen Elementen Gesellschaft wird. Diesen Prozeß der ständigen Wechselwirkungen, die sich in sozialen Fromen wie beispielsweise der Unterordnung manifestiert, nennt Georg Simmel formale Soziologie. Das dazugehörige Werk Simmels lautet “Soziologie” (1908). (V. Kempf)

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